Kreatives Schreiben V

Ein Märchen von Fabian Büttner, Klasse 5

Der magische Fluss

Es gab einmal vor langer Zeit eine Legende, die besagte, dass der, der den magischen Fluss finden würde, zwölf Wünsche haben sollte.

Als das ein armer Junge hörte, sagte er zu sich: „Ich muss diesen Fluss finden!“

Als es mal wieder, so wie üblich, eine kleine Portion Suppe gab, packte er seine Sachen. Er dachte sich: „Wenn ich den Fluss finde, dann werden wir immer glücklich sein.“ Der Junge, warmherzig und wohl besonnen, dachte auch an seine armen Freunde. „Was mache ich mit ihnen?“, dachte sich der Junge. „Ach, ich weiß! Ich nehme sie mit.“ So ging er zu jedem Haus und sagte zu jedem das Gleiche: „Ich will zum magischen Fluss und du darfst mit!“ „O.k., o.k., o.k.“, alle sagten zu und nun zu siebt gingen sie in den Wald, wo angeblich der Fluss sein sollte.

„Ich fühle mich beobachtet!“, sagte einer. „Ich auch!“, sagten alle im Chor. Da sahen sie es, zwölf Eulen saßen um sie und sahen sie an, da sprach die älteste: „Wenn ihr weiterwollt, muss jeder uns eine Frage beantworten!“ „Welche?“, fragte der Junge. „Für jeden eine andere! Wer es nicht schafft, wird von uns zerfetzt und der, der einem hilft, der wird auch zerfetzt!“

„Hmmm?“, dachte sich der Junge. „O.k.“, sagte er, „es kann beginnen.“

„Gut. Dann an dich: Was ist der Fluss, nach dem ihr zu 99 Prozent sucht?“

„Ein magischer Fluss“, antwortete der Junge.

„Richtig!“, antwortete die alte Eule. „Jetzt musst du gehen, der Rest kommt nach.“

Nach einer Weile kam der nächste und der nächste und der nächste, von sieben waren noch drei da. „Kommt!“, schrei der Junge, denn ein riesiges Feuer kam auf sie zu. „Rennt!“, schrie er durch das Getöse hinweg.

Als alle heil am Rande des Waldes angekommen waren, sagte eine vertraute Stimme: „Gut, eine Aufgabe vor euch!“.

„O.k., kommt, wir müssen weiter!“ Aber bevor sie weiterkamen, versperrten ihnen drei Bäume den Weg.

„Was denn, schon wieder Fragen?“

„Nein. Ihr müsst gegen unsere Kobolde kämpfen!“

„Waaas?“ Aber schon ging es los. Sie schnappten sich die Schwerter und kämpften, kämpften und kämpften. Als der Kampf beendet war, hatten sie endlich den Fluss erreicht. Jeder wünschte sich etwas für sich selbst, nur der Junge nicht. Er wünschte sich alle Freunde wieder ins Leben und sie kamen auch. Dann wünschte er sich, dass sie nicht mehr hungern mussten, und für jeden einen riesigen Diamanten.

Als sie wieder zurückgekommen waren, kam die Prinzessin und sah den Jungen. „Du bist ein armer, aber wie der Vollmond schöner Junge! Paps, darf ich ihn heiraten?“ Als der König den riesigen Diamanten sah, sagte er sofort: „Ja!“

Und wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie noch heute.

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